Bewerbung: Der erste Satz im Anschreiben

Der erste Satz im Anschreiben in einer Bewerbung ist sehr wichtig. Immerhin willst du ab der ersten Silbe die Personalabteilung von dir überzeugen! Doch mit ausgelutschten Standardsätzen klappt das bestimmt nicht. Wie du dich von der Masse abhebst? Ich habe ein fünf Ratschläge für dich:

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#1: Ansprechpartner herausfinden

Der erste Satz im Anschreiben einer jeden Bewerbung fängt mit der Begrüßung an. Lautet sie bei dir "Sehr geehrte Damen und Herren"? Dann spare dir das Porto und schmeiß die Bewerbung doch gleich selbst in den Abfalleimer. Denn diese Begrüßung ist ein absolutes No Go! Finde in jedem Fall heraus, wer dein Ansprechpartner ist. Wenn du online nichts findest, kannst du im Unternehmen anrufen. Wird dir die Auskunft verwehrt (was praktisch nie vorkommt), beginne zumindest mit "Guten Tag". 

#2: Standardfloskeln über Bord werfen

Hier zwei Beispiele, wie du alles falsch machst:

  • "Hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen." - Ach, tatsächlich?
  • "Mit großem Interesse las ich Ihre Stellenanzeige in der Zeitung." - Wäre die Anzeige uninteressant, würdest du dich auch nicht bewerben! 

Das garantiert dir vielleicht einen Gähnreflex beim Personaler, aber ganz sicher keine Neugier, die zum Weiterlesen anregt. 

#3: Auf das Unternehmen eingehen und einen persönlichen Bezug herstellen

Wie du sicher weißt, arbeite ich für eine Kommune. Deren Slogan lautet "Zukunft findet Stadt". Da ich diese Kampagne genial finde, bin ich bei meiner Bewerbung im ersten Satz genau darauf eingegangen und habe gleichzeitig einen Bezug auf mich selbst hergestellt:

 

"Zukunft findet Stadt: Diese Kampagne war und ist in meinen Augen ein voller Erfolg. Mit meinen vielseitigen Kompetenzen möchte ich dazu beitragen, dass die Stadt im Allgemeinen und Herr XY im Speziellen weiterhin so erfolgreich sind!"

 

Wie du siehst, bin ich mit dem ersten Teil des Satzes auf die öffentliche Verwaltung eingegangen und habe mit dem zweiten Part mich selbst in Position gerückt. Noch besser wäre es gewesen, wenn ich anstatt "vielseitige Kompetenzen" direkt ein oder zwei Schlüsselqualifikationen genannt hätte, die ausschlaggebend für den Job sind oder in der Stellenanzeige angesprochen wurden. 

#4: Schlagwörter des Unternehmens aufgreifen

Generell rate ich dir, einige Schlagwörter aus dem Inserat zu übernehmen. Achte dabei darauf, nicht alle genannten Qualifikationen zu übernehmen und die Ausgewählten nicht in einem einzigen Satz aneinanderzureihen (Also nicht: "Ich bringe Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, Motivation und Loyalität mit."). So stellst du einen ersten Bezug zwischen deinem Können und den Anforderungen des Unternehmens her.

 

Versuche im ersten Absatz eine gute Mischung aus dir und dem Unternehmen herzustellen. Erst im zweiten Absatz geht es "richtig" um dich und deine Erfahrung. 

 

Wenn du dich bei einem größeren Unternehmen bewirbst, ist auch ein Blick in deren Social-Media-Kanäle sinnvoll. Dort kannst du ebenfalls einige Schlagwörter aufgreifen und in deine Bewerbung einbauen. So zeigst du, dass du dich mit der Firma intensiv beschäftigt hast! 

 

Ist das Unternehmen kleiner und/oder besitzt keinen Auftritt in den sozialen Medien, hilft entweder ein Blick auf die Website oder ein Anruf beim zuständigen Ansprechpartner. Auch hier kannst du das ein oder andere Stichwort übernehmen und in dein Anschreiben einfließen lassen.

# 5: Authentisch bleiben

Zum Schluss der vielleicht wichtigste Tipp für den ersten Satz in deinem Anschreiben: Bleibe authentisch! 

Dein Sprachstil im ersten Satz muss sich durch die gesamte Bewerbung ziehen. Auch, wenn du Wörter aus der Stellenanzeige, der Website oder dem Social Media-Kanal des Unternehmens übernommen hast! 

 

Achte zudem auf Rechtschreibung und Grammatik. Nichts ist schlimmer als ein Flüchtigkeitsfehler! Dann kann dich auch ein noch so guter erster Satz nicht vor einer Absage bewahren. 

Mit welchem "furiosen" ersten Satz bringst du die Personaler dazu, deine Bewerbung zu lesen?

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