Buchrezension: Alexandra Reinwarth - Am Arsch vorbei geht auch ein Weg

Bei diesem Buchtitel muss man einfach auf den Buchrücken schauen und ein bisschen durch die Seiten blättern - und dieser kleine Einblick war so vielversprechend, dass ich "Am Arsch vorbei geht auch ein Weg" unbedingt haben musste :). Ob sich der Kauf gelohnt hat, lest ihr in der heutigen Buchrezension. 

Kurzinfo

"Am Arsch vorbei geht auch ein Weg" ist 2016 im mvg-Verlag erschienen. Witzig und voller Realität schafft es Alexandra Reinwarth* in gewohnter Manier, ihre Leser an die Lektüre zu fesseln. Und auch, wenn sich 185 Seiten erstmal nach viel Lesestoff anhören, schafft ihr das Buch locker an einem entspannten Wochenende.

Das Buch

Am Arsch vorbei kann einem vieles gehen: Die Bikinifigur (die wir - sind wir doch mal ehrlich - eh nie erreichen); der Bekannte, der immer nur auf uns zukommt, wenn er etwas von uns braucht; die Schwiegermutter, dem wir ihren heiligen Sohn gestohlen haben; Politik, die eh nicht hält was sie verspricht; Ratschläge für die Kindererziehung (weil man selbst ja alles Mögliche falsch macht) und nicht zu vergessen, die Fehler des Partners, denn wir sind ja auch nicht gerade perfekt.

 

In den sechs Kapiteln habe ich mich in fünf wiederentdeckt und dabei herzhaft gelacht. Im fehlenden Kapitel konnte ich nur nicht zustimmend nicken, weil mir hier die Erfahrung fehlt: Kinder kriegen, Kindererziehung und die besagten Ratschläge anderer Eltern und auch Nicht-Eltern. Aber ich bin mir sicher, dass ich in ein paar Jahren das Buch zur Hand nehmen werde, und mir dank der amüsanten Worte von Frau Reinwarth all diese Dinge - genau - am Arsch vorbei gehen lassen werde ;-).

 

Besonders interessant ist für uns Sekretärinnen das vierte Kapitel, welches das Thema "Beruf" behandelt.

Zeitfressende Meetings, die hinterher keinem etwas bringen - am Arsch vorbei. Lasst diese doch einfach mal ausfallen und fangt anstatt dessen etwas Sinnvolles mit eurer Zeit an, z. B. könntet ihr doch mal wieder eure ganzen Notizen ordnen und aussortieren. Im geschilderten Fall von Alexandra Reinwarth hat es ihrem Chef nicht mal etwas ausgemacht, dass sie mitten im Meeting einfach gegangen ist. 

Sehr schön beschreibt sie auch das "Bürogeschenke"-Dilemma. Das kennt ihr bestimmt auch: Jemand hat Geburtstag, geht in den Ruhestand oder wechselt den Posten. Also erbarmt sich jemand (in 99 % der Fälle wir, die Sekretärin) und kassiert von jedem etwas Geld ein, damit ein passendes Geschenk besorgt werden kann. Doch sind wir mal ehrlich: Niemand hat so wirklich Lust, Geschenke für Arbeitskollegen* in seiner Mittagspause zu besorgen, zumal beim Einsammeln des Geldes mindestens zwei Kollegen nur widerwillig maximal einen Euro beisteuern (und dabei so tun, als wäre das unglaublich großzügig). Und am Ende gefällt das Geschenk nicht mal ... Fazit: Bürogeschenke am Arsch vorbei!

Ebenfalls am Arsch vorbei gehen können uns Kollegen, die gerne mal ihre Arbeit an uns Sekretärinnen abgeben wollen. "Kannst du bitte mal kurz ..." - Nein, können wir nicht! Zumal wir ganz genau wissen, dass diese speziellen Aufgaben nicht "kurz" dauern.

 

Was euch noch so alles am Arsch vorbei gehen kann, lest ihr am besten selbst :). Eine Leseprobe gibt's auf Amazon: Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: Wie sich dein Leben verbessert, wenn du dich endlich locker machst*.

Fazit

Eine hervorragende Zwischendurch-Lektüre mit garantiertem Schmunzel-Faktor! Wer mal wieder herzhaft über reale Alltagssituationen lachen möchte, ist mit diesem Buch bestens bedient. "Am Arsch vorbei geht auch ein Weg" ist zudem ein Mini-Crashkurs für alle, die immer zu allem Ja sagen, obwohl sie eigentlich Nein sagen möchten. 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen (einziger Minuspunkt: Mit 16,99 € ist es für meinen Geschmack ziemlich überteuert. Der Standardpreis von 9,90 € hätte es auch getan!). Viel Spaß beim Lesen!


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