Diese Eigenschaften zeichnen einen guten Vorgesetzten aus

guter Vorgesetzter
Bild von Pixabay; Fotograf: 3dman_eu

Ein junger Typ, der dank flacher Hierarchie sehr schnell in eine Chef-Position gerutscht ist, sagte mal zu mir: "Chef werden ist nicht schwer - Chef SEIN dagegen umso mehr!". Er hatte also schon gelernt, dass zum Vorgesetztendasein mehr gehört, als "nur" eine fachlich fundierte Kompetenz. Doch welche Eigenschaften braucht man eigentlich, um als "guter Chef" - besonders bei uns Sekretärinnen - durchzugehen? Das schauen wir uns heute an!

Ein guter Vorgesetzter ...

  • sieht, dass ihr euch reinhängt und bedankt sich dafür
    Wir Sekretärinnen haben ein sehr breit gefächertes Aufgabengebiet. Dementsprechend groß ist die Arbeitsmenge, die wir jeden Tag meistern - und das nicht nur irgendwie, sondern richtig gut. Immerhin sind wir dafür mitverantwortlich, wie unser Chef und unsere Abteilung nach außen (auch gegenüber den anderen Abteilungen) da steht. Ein guter Vorgesetzter weiß zu schätzen, dass wir uns jeden Tag reinhängen und macht das auch deutlich: Entweder durch ein einfaches, aber aufrichtiges "Dankeschön!" oder auch mal durch ein Secco-Geschenkset* oder gar durch eine Sonderzahlung. 

  • ... erkennt eigene Fehler an und entschuldigt sich dafür
    Auch Chefs sind Menschen - und Menschen machen Fehler. Ein schlechter Vorgesetzter schiebt das gerne mal auf jemanden, der gerade in der Nähe ist. Das sind in der Regel wir, die Sekretärinnen und Assistentinnen. Das ist weder fair noch zeugt es von Größe. Ein guter Vorgesetzter hingegen erkennt seine eigenen Fehler und steht auch dazu, egal ob vor uns oder vor anderen. Selbst gegenüber seinem eigenen Chef!

  • ... bezieht das Team in wichtige Entscheidungen mit ein
    Beinahe jeden Tag stehen wichtige Entscheidungen an. Ab und zu sind das auch Entscheidungen, die direkte Auswirkungen auf unsere eigene Abteilung oder gar unsere eigene Arbeit haben. In solchen Fällen bezieht ein guter Vorgesetzter seine Sekretärin und im Idealfall sein ganzes Team mit ein. Zwar muss am Ende nicht zwingend eine demokratische Entscheidung hieraus hervorgehen, doch allein die Tatsache, dass der Chef Wert auf die Meinung seiner Mitarbeiter legt, erzeugt ein wichtiges Zusammengehörigkeitsgefühl. 

  • ... delegiert alles, was delegierbar ist
    Im Allgemeinen gibt es - grob gesagt - zwei Arten von Chefs: Die, die schon morgens mit ihrem iPhone 6* am Ohr gestresst ins Büro stürmen und die, die morgens erstmal in Ruhe ihre Zeitung lesen und sich bei einem Kaffee den neuesten Flurfunk anhören. Der Unterschied zwischen diesen beiden Chef-Typen ist, dass der eine delegiert und der andere lieber alles allein löst. Doch ein guter Vorgesetzter weiß, welche Dinge er selbst erledigen muss und welche Aufgaben er getrost an seine Mitarbeiter abtreten kann.

  • ... rastet bei Fehlern nicht aus, sondern schaut nach vorne
    ... und sagt z. B. "Das hätte uns allen passieren können!". Denn wir sind alle nur Menschen, und Fehler gehören zum Alltag dazu. Ein guter Chef weiß das, zumal er selbst hin und wieder Fehler macht. Vielmehr sieht er es als Lernprozess an und zeigt uns die positive Seite des Fehlers auf.

  • ... schickt uns in den Feierabend, auch wenn noch Arbeit unerledigt ist
    Wir Sekretärinnen kennen 12-Stunden-Arbeitstage zur Genüge. Das heißt nicht, dass wir das gerne tun - wir tun es einfach, weil wir pflichtbewusst sind und Arbeit nur ungern liegen lassen. Doch unser Chef weiß, wann etwas noch fertiggestellt werden muss und wann man auch mal "Fünf Gerade" sein lassen kann und schickt uns nach Hause, wenn die Präsentation noch warten kann.

  • ... achtet auf unsere Gesundheit
    Wir Sekretärinnen sind mit einem enormen Pflichtbewusstsein ausgestattet. Bei Husten und Schnupfen* kommen wir nicht mal auf die Idee, zum Arzt zu gehen (während sich andere dafür eine Woche krank schreiben lassen). Auch Fieber und Gliederschmerzen sind für uns noch kein "richtiger" Grund, das Bett zu hüten - doch genau das ist ein Fehler! Aufmerksame Vorgesetzte sehen jedoch sofort, dass es uns nicht gut geht, und tun das einzig Richtige: Sie schicken uns nach Hause (oder zum Arzt)!
    Doch auch, wenn wir nicht krank sind, achtet ein guter Chef auf unsere Gesundheit. Zum Beispiel, indem er beobachtet, ob wir mit der Arbeitsmenge gut zurechtkommen oder eher in Stress verfallen, was auch zulasten der Gesundheit geht. Oder ob wir zu viele Überstunden aufbauen, gewollt oder ungewollt.
    Was allerdings ein No Go ist, selbst bei gutgemeinter Absicht: Uns in unsere Ernährung und Sportgewohnheiten reinzuquatschen! Das, liebe Chefs, ist Privatsache. 

Was zeichnet für euch einen guten Vorgesetzten aus?

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