Darum solltet ihr ein Erfolgstagebuch führen

Erfolgstagebuch
Bild von Pixabay; Fotograf: TanteTati

Hand aufs Herz: Weiß euer Chef, wie vielfältig euer Aufgabengebiet ist? Wissen eure Kollegen, wie viele Aufgaben ihr pro Tag erledigt? Bekommen die anderen Abteilungen mit, welche Verantwortung ihr schultert? Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr mit "Nein, woher denn auch?" antwortet, ist bei uns Sekretärinnen ziemlich hoch. Das liegt vor allem daran, dass wir nicht darüber reden oder - noch schlimmer - die Arbeitsmenge als "klein" abtun. Warum das ein schwerer Fehler ist und wie euch ein Erfolgstagebuch zu neuer Größe verhilft:

"Ach, nicht der Rede wert!"

Sekretärinnen sind meistens weiblich - leider von Natur aus ein Anzeichen für "sich selbst kleinreden". Und selbst wenn wir wissen, dass wir unseren Job hervorragend meistern: Wir reden nicht oder nur ungern darüber. Fehlt uns zudem noch das Selbstbewusstsein, endet das praktisch in einem Desaster. Warum? Weil gerade Frauen sich gerne mal selbst klein machen und sich ihrer eigenen Fähigkeiten (vor allem ihrer Stärken) nicht wirklich bewusst sind. Sehr deutlich wird das durch Sätze wie "Das war doch gar nichts" und "Dabei hat mir Herr Müller geholfen" (obwohl Herr Müller gerade mal ein Zehntel der Arbeit erledigt hat). 

 

Aber: Wer sich die eigenen Erfolge bewusst macht (auch die kleinen Erfolge und auch die, bei denen Herr Müller einen minimalen Anteil hat!), entwickelt ein gesundes Selbstbewusstsein und tritt in den eigenen Reihen viel selbstsicherer auf. So werdet ihr zukünftig nicht nur von euren Kollegen und eurem Chef, sondern abteilungsübergreifend als eine starke Person wahrgenommen - was im beruflichen Umfeld nur vom Vorteil sein kann!

Wozu denn Erfolge aufschreiben?

Wisst ihr noch, was ihr letztes Jahr am 4. August auf der Arbeit erledigt habt? Wahrscheinlich nicht! Doch mit einem Erfolgstagebuch - was wirklich ein Buch (oder ein Heft*) bzw. ein digitales Dokument sein sollte und keine Lose-Blatt-Sammlung - geht nichts verloren und ihr könnt handfeste Tatsachen vorweisen. Wenn ihr z. B. in eurer nächsten Gehaltsverhandlung eure Aufzählung präsentiert, kann sich das sogar in bare Münze auszahlen!

 

Doch nicht nur in Gehaltsverhandlungen spielt das Tagebuch eine Rolle: Auch in eurem Alltag solltet ihr darin blättern und euch selbst feiern. Solche Aufzeichnungen können regelrecht beflügeln! Es ist also auch ein hervorragendes Mittel, um euch in kleinen Tiefs selbst zu motivieren. 

Und wie soll das aussehen?

Wenn ihr mit dem Schreiben anfangt, seid immer so konkret wie möglich. Hier habe ich einige Beispiele für euch:

  • 12.07.2016: Eine Excel*-Vorlage erstellt, womit Montageabrechnungen zukünftig schneller und vereinfacht erledigt werden können
    (Wenn ihr euer Erfolgstagebuch digital führt, fügt noch den Link zur besagten Vorlage ein!)
  • 24.07.2016: Die komplexe Reisekostenabrechnung von Herrn Müller fertiggestellt (er war innerhalb eines Monats in drei Ländern und sieben Städten; die Zeitverschiebung musste beachtet werden, ebenso die verschiedenen Währungen)
  • 01.08.2016: Dreiwöchige Urlaubsvertretung von Frau Schneider erfolgreich abgeschlossen und ihr einen leeren Schreibtisch* hinterlassen

Wenn ihr eure Erfolge in einem eleganten Buch niederschreiben wollt, kauft euch dazu etwas passend Edles, z. B. ein Notizbuch von Moleskine*.

Bleibt nur noch eine Frage: Worauf wartet ihr noch? Fangt an zu schreiben! :) 

Notiert ihr auch eure Erfolge? Hat es euch schon mal weitergeholfen, z. B. in Jahresgesprächen?

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