Darum solltest du ein Erfolgstagebuch führen

Hand aufs Herz: Weiß dein Chef, wie vielfältig dein Aufgabengebiet ist? Wissen deine Kollegen, wie viele To Do's du pro Tag erledigst? Bekommen andere Abteilungen mit, welche Verantwortung du schulterst? Die Wahrscheinlichkeit, dass du mit "Nein" antwortest, ist gerade bei einer Sekretärin ziemlich hoch. Das liegt vor allem daran, dass wir nicht darüber reden oder - noch schlimmer - das alles als "klein" abtun. Warum das ein schwerer Fehler ist und wie dir ein Erfolgstagebuch zu neuer Größe verhilft:

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"Ach, nicht der Rede wert!"

Sekretärinnen sind meistens weiblich - leider von Natur aus ein Anzeichen für "sich selbst kleinreden". Denn selbst wenn wir wissen, dass wir unseren Job hervorragend meistern: Wir reden nicht oder nur ungern darüber. Fehlt zusätzlich noch das Selbstbewusstsein, endet das im Desaster. Warum? Weil gerade Frauen sich gerne selbst kleinmachen und sich ihrer eigenen Fähigkeiten (vor allem ihrer Stärken) nicht wirklich bewusst sind. Sehr deutlich wird das durch Sätze wie "Das war doch gar nichts" und "Dabei hat mir Herr Müller geholfen" (obwohl Herr Müller gerade mal ein Zehntel der Arbeit erledigt hat).

 

Aber: Wer sich die eigenen Erfolge bewusst macht (auch die kleinen Siege und auch die, bei denen Herr Müller einen minimalen Anteil hat), entwickelt ein gesundes Selbstbewusstsein und tritt viel selbstsicherer auf. So wirst du zukünftig nicht nur von deinem Chef und deinen Kollegen, sondern abteilungsübergreifend als starke Person wahrgenommen - was im beruflichen Umfeld nur vom Vorteil sein kann!

Wozu Erfolge notieren?

Weißt du noch, was du letztes Jahr am 4. August auf der Arbeit erledigt hast? Wahrscheinlich nicht. Doch mit einem Erfolgstagebuch - was wirklich ein Buch (oder ein Heft) bzw. ein digitales Dokument sein sollte und keine Lose-Blatt-Sammlung - geht nichts verloren und du kannst handfeste Tatsachen vorweisen. Wenn du z. B. in deiner nächsten Gehaltsverhandlung deine Aufzählung präsentierst, kann sich das in bare Münze auszahlen!

 

Doch nicht nur in Gehaltsverhandlungen spielt das Erfolgstagebuch eine Rolle. Auch in deinem Alltag solltest du darin blättern und dich selbst feiern. Solche Aufzeichnungen können regelrecht beflügeln! Es ist ein hervorragendes Mittel, um dich in kleinen Tiefs selbst zu motivieren.

Was schreibe ich in mein Erfolgstagebuch?

Wenn du mit dem Schreiben anfängst, sei immer so konkret wie möglich. Hier habe ich drei Beispiele für dich:

  • 12.01.2018: Eine Excel-Vorlage erstellt, womit Montageabrechnungen dank der hinterlegten Formeln zukünftig schneller und einfacher erledigt werden können
    (Wenn du dein Erfolgstagebuch digital führst, füge noch den Link zur besagten Vorlage ein)
  • 24.03.2018: Die komplexe Reisekostenabrechnung von Herrn Meier fertiggestellt (er war innerhalb eines Monats in drei Ländern und sieben Städten; die Zeitverschiebung musste beachtet werden, ebenso die verschiedenen Währungen)
  • 29.06.2018: Dreiwöchige Urlaubsvertretung von Frau Schneider erfolgreich abgeschlossen und ihr einen leeren Schreibtisch hinterlassen

Und nicht vergessen: Schreibe deine Erfolge stets in ein Buch/Heft und nicht auf einen Schmierzettel!

Führst du auch ein Erfolgstagebuch? Hat es dir schon mal weitergeholfen, z. B. im Jahresgespräch?

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