Excel Tipps: Der SVERWEIS

Der SVERWEIS ist vielen ein Begriff, wenn auch ein gefürchteter. Dabei ist diese Funktion, hat man sie einmal "richtig" erlernt, genauso einfach wie nützlich und wahrhaftig vielseitig. Ihr könnt sogar ganze Sätze damit formen! Was der SVERWEIS genau ist, wozu er da ist und wie er funktioniert, erfahrt ihr im heutigen Artikel. 

Was ist der SVERWEIS?

Das S steht für Senkrecht, wir sprechen also von einem senkrechten Verweis. Das wiederrum bedeutet, dass wir mit dem SVERWEIS Spalten durchsuchen. Wollen wir Zeilen durchsuchen, verwenden wir den WVERWEIS (W für Waagrecht).

Wozu gibt es den SVERWEIS?

Der SVERWEIS dient dazu, einen definierten Wert anhand eines Suchkriteriums aus einem vorgegebenen Bereich von Zellen zu ermitteln. Das hört sich jetzt erst einmal sehr kompliziert an, aber keine Sorge - im Prinzip ist es ganz einfach! Zur Veranschaulichung werfen wir mal einen Blick auf den Aufbau:

Wie ihr seht, benötigt der SVERWEIS also vier Argumente (wobei die Angabe von [Bereich_Verweis] optional ist):

  • Suchkriterium: Hier gebt ihr an, nach was gesucht werden soll. Das kann sowohl ein fester Wert als auch ein Bezug sein (z. B. A1).
    Hier ist es äußerst wichtig, dass ihr vor allem eins beachtet: Das Suchkriterium muss immer und in jedem Fall in der ersten Spalte eurer Matrix zu finden sein! Ansonsten bekommt ihr als Ergebnis #NV zurückgegeben.
  • Matrix: Das ist der Bereich, der durchsucht werden soll.
    Extra-Tipp: Setzt eure Matrix absolut (sprich, "tackert" sie fest mit dem $-Zeichen bzw. mit dem Shortcut F4), so vermeidet ihr Fehler!
  • Spaltenindex: Im Spaltenindex legt ihr fest, um wie viele Spalten nach rechts die Funktion laufen soll, um einen Wert zurückzugeben. Beispiel: Ein Spaltenindex von 3 gibt den Wert der dritten Spalten der Matrix zurück.

Und nun von der Theorie zur Praxis!

Wie funktioniert der SVERWEIS?

Ich habe mir zur besseren Erklärung eine fiktive Tabelle ausgedacht:

In dieser Tabelle seht ihr die Nummern für einen Arbeitsplatz sowie die Beschreibung (= Abteilung). In einer anderen Tabelle stehen ebenfalls die Nummern, aber anstatt der Abteilungen sind die Namen der Abteilungsleiter aufgeführt. Um alles auf einem Tabellenblatt zu sehen (und immer alles aktuell ist), fügt ihr neben der Spalte B "Beschreibung" eine Spalte mit "Leiter" ein und schreibt einen SVERWEIS:

 

=SVERWEIS(A3;Tabelle2!A1:B15;2)

 

Übersetzt heißt das: Excel sucht nun nach dem Wert aus Zelle A3 (hier: 250), in Tabelle2 innerhalb vom Bereich A1 bis B15 (Tabelle2!A1:B15).

 

Findet er in der Tabelle2 nun diesen Wert, gibt er das zurück, was in der zweiten Spalte (2) steht: Herr Maier (siehe Grafik).

Und so sieht das Ergebnis dann aus:

 

 

 

Formel

 

 

 

Ergebnis

Eigentlich ganz einfach, oder?

 

 

Als abschließendes Wort noch ein Hinweis zum optionalen Argument "Bereich_Verweis": 

Dieser legt fest, ob eine exakte oder nur eine ungefähre Übereinstimmung mit dem Suchkriterium zurückgegeben werden soll. Wird dieser Wert weggelassen oder mit WAHR angegeben, wird automatisch nur eine ungefähre Übereinstimmung gesucht. In diesem Fall muss auch die Matrix unbedingt aufsteigend sortiert sein, ansonsten kann es zu falschen Ergebnissen kommen. 

Wenn der Parameter mit FALSCH angegeben wird, wird auch ohne Sortierung der Matrix eine exakte Übereinstimmung gesucht. Wenn es mehrere exakte Übereinstimmungen gibt, wird der erste gefundene Wert zurückgegeben. Gibt es aber keine Übereinstimmung, erscheint der Fehlerwert #NV.

Wie sieht es mit euren SVERWEIS-Kenntnissen aus? Arbeitet ihr oft damit?

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