Wenn der Kollege weint ...

Traurigkeit
Foto von Pixabay; Fotograf: Wokandapix

Als Sekretärinnen bekommen wir viel mit - gewollt oder ungewollt. Dass der Büroalltag nicht nur aus Blümchen und Schmetterlingen besteht, ist klar. Doch Emotionen - vor allem Tränen - sind dann doch eher die Ausnahmen. Dementsprechend wissen die meisten von uns auch nicht (trotz unserer hohen Sozialkompetenz), wie wir uns in solch einer außergewöhnlichen Situation verhalten sollen. In den Arm nehmen? Taschentücher verteilen? Oder das ganze Schauspiel einfach übergehen?

Die Gründe

Die Gründe für einen emotionalen Ausbruch können vielfältiger Natur sein. Während die meisten eine Abmahnung noch relativ gefasst hinnehmen, brechen bei einer Kündigung oftmals die Dämme (das gilt übrigens sowohl für Frauen als auch für Männer!). Auch handfeste Streitigkeiten zwischen Kollegen oder grundlegende Meinungsverschiedenheiten können nicht nur zu bösen Worten, sondern eben auch zu Tränen führen. 

Do's und Dont's bei Tränen

Do's: 

  • professionell bleiben und nicht selbst in diese Gefühlsspirale fallen
  • dem Kollegen einen "Ausweg" geben - z. B. mit ihm in einen leeren Besprechungsraum gehen
  • selber ruhig bleiben und diese Ruhe auch ausstrahlen
  • ein Taschentuch* und ein Glas Wasser anbeiten
  • je nach "Art" des Kollegen und Beziehung zu ihm: In den Arm nehmen, gut zureden oder der Person einfach nur Zeit geben, um wieder zu Atem zu kommen
  • positiv nach vorne blicken: "In ein paar Jahren werden wir über die Sache schmunzeln!"
  • wenn man selbst mit der Situation überfordert ist: Jemanden holen, der sich mit dem Betroffenen gut versteht

 

Dont's:

  • hektisch werden
  • "Oh mein Gott!" (oder etwas ähnliches) quer durch den Raum kreischen
  • die Situation ignorieren
  • versuchen, die Situation herunterzuspielen (z. B. mit "Ist doch alles gar nicht schlimm!" - denn eine Kündigung ist schlimm!)
  • vor anderen Kollegen die Sache breittreten

Habt ihr auch schon mal eine "tränenreiche" Situation erlebt? Wie habt ihr reagiert?

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