Recht ist's: Das musst du bei einer Krankmeldung beachten

Niemand ist gerne krank. Doch ab und zu kommst du nicht darum herum. Dass du dich dann ins Bett legen und auskurieren willst, ist nur natürlich. Doch bevor du das tun kannst, musst du noch einige Dinge klären: Deinem Arbeitgeber Bescheid sagen, zum Arzt gehen, die Krankmeldung abgeben, etc. Wie dieser Themenkomplex rechtlich geregelt ist, habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.

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Bin ich überhaupt so krank, dass ich nicht arbeiten kann?

Ob du "richtig" krank bist, kannst nur du selbst entscheiden bzw. dein Arzt des Vertrauens. Überlege dabei, ob du deine Arbeit wie gewohnt durchführen kannst oder ob es nur mit Einschränkungen geht. Manchmal ist es besser, sich einen Tag auszukurieren als die ganze Woche nur mit halber Kraft zu arbeiten! 

Und: Wenn Schnupfen & Co. so stark sind, dass du deine Arbeitskollegen anstecken könntest, solltest du dein Pflichtgefühl zurückschrauben und in jedem Fall daheim bleiben.

Wie melde ich mich "richtig" krank?

Das kommt ganz auf die Unternehmenskultur und deinen Vorgesetzten an. Manch einem reicht eine kurze Nachricht über WhatsApp aus, andere wollen lieber eine telefonische Meldung. Wichtig ist, dass du dich so früh wie möglich meldest. Das gilt auch, wenn dein Chef normalerweise erst um 9 Uhr im Büro ist, du aber schon um halb acht am Platz sitzt. Ein Kollege ist mit Sicherheit schon da; falls nicht, solltest du deiner Vertretung und auch deinem Chef eine kurze E-Mail schreiben, dass du krank bist und dich später nochmal telefonisch meldest. Falls es bei euch gewünscht ist, melde dich auch direkt in der Personalabteilung krank! 

Muss ich eine Krankmeldung vom Arzt vorlegen?

Diese Frage beantwortet das Entgeltfortzahlungsgesetz: "Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsfähigkeit sowie deren voraussichtlichen Dauer spätestens am darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen."

 

Das heißt im Klartext: Wenn du länger als drei Tage krank bist, brauchst du den "gelben Schein" vom Arzt, welcher spätestens am vierten Tag deiner Abwesenheit beim Arbeitgeber vorliegen muss. Beachte dabei, dass hier Kalendertage zählen und nicht Wochentage (das Wochenende und Feiertage zählen also mit)!

 

Wenn du nur einen Tag krank bist, brauchst du im Normalfall keine Krankmeldung - außer, in deinem Unternehmen gibt es hierzu andere Regelungen. Hier hilft ein Blick in deinen Arbeitsvertrag. Dort ist festgehalten, ob du eine Krankmeldung eventuell schon am ersten Tag vorlegen musst.

Muss ich meinem Chef sagen, woran ich erkrankt bin?

Nein! Dein Arbeitgeber muss nicht erfahren, weshalb du krankgeschrieben wurdest. Das ist auch nicht auf der Krankmeldung vermerkt (lediglich auf dem Teil, den die Krankenkasse bekommt). Arbeitst du aber z. B. mit Lebensmitteln und hast eine schlimme Grippe, macht es durchaus Sinn, deinem Chef den Grund deiner (längeren) Abwesenheit mitzuteilen.

Kann ich auf die Arbeit, während ich noch krankgeschrieben bin?

Auch, wenn du wieder fit bist: Warte lieber die Dauer der Krankschreibung ab. Immerhin schreibt dich dein Arzt nicht ohne Grund eine bestimmte Anzahl von Tagen krank. Zudem könntest du bei einem Arbeitsunfall deinen Versicherungsschutz verlieren!

Habe ich "Pech gehabt", wenn ich im Urlaub erkranke?

Wenn du im Urlaub krank wirst, hole dir unbedingt eine Krankmeldung vom Arzt! Dann werden diese Tage nicht von deinem Jahresurlaub abgezogen. Das deutsche Arbeitsrecht sieht vor, dass der Urlaub der Erholung dienen soll - und das tut er nicht, wenn du krank im Bett liegst! 

Hattest du mit einer Krankmeldung schon mal Probleme?

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