Zeitmanagement: Die SMART-Methode

Bestimmt hast du schon mal von der SMART-Methode gehört. Wofür SMART steht, was das konkret bedeutet und welche Vor- bzw. Nachteile diese Methode hat, zeige ich dir in diesem Artikel.

-- Werbung --

Die SMART-Methode

Die SMART-Methode wird meistens im Projektmanagement angewendet. Sie kommt aber genauso oft bei Mitarbeitergesprächen zum Einsatz (gerade, wenn es um Zielvereinbarungen geht). SMART - Englisch für klug, intelligent - ist eine Abkürzung und steht für folgende Begriffe:

  • S = Specific (spezifisch)
  • M = Measureable (messbar)
  • A = Acceptable (akzeptabel)
  • R = Reasonable (realistisch)
  • T = Timeframed (terminiert)

Dies ist die gängigste "Übersetzung" der einzelnen Buchstaben. Sie können aber auch für andere Wörter stehen, z. B. steht A auch für Agreed oder Ambitious. 

 

Damit ein Ziel "smart" wird, muss jedes dieser fünf Kriterien erfüllt sein. 

SMART im Detail

  • S für Spezifisch
    Um Ziele zu erreichen, müssen sie spezifisch sein. Das heißt, eine eindeutige Formulierung ohne Interpretationsspielraum ist Pflicht! 
    Unspezifisch wäre folgendes Ziel: "Ich will meine Aufgaben erledigen.". Spezifisch wäre "Ich will die Unternehmenspräsentation aktualisieren.".

  • M für Messbar
    Ein Ziel muss zudem messbar und kontrollierbar sein, was nur mit klaren Kriterien geschehen kann.
    Nicht (direkt) messbar ist das Beispiel "Ich will die Unternehmenspräsentation aktualisieren.". Messbar wird es durch den Zusatz "... bis zum 1. Oktober.". 

  • A für Akzeptabel
    Strengst du dich für ein Ziel an, von dem du genau weißt, dass es euch über- oder unterfordert? Wahrscheinlich nicht. Deswegen müssen Ziele für dich als Mitarbeiter stets akzeptabel sein. 
    Dazu ein Beispiel aus dem Haushaltsalltag: Nicht akzeptabel wäre "Ich putze jeden Tag zwei Stunden lang die komplette Wohnung.". Akzeptabel ist es aber, wenn du sagst: "Ich putze einmal die Woche das Bad.".
    Übrigens: Eine weitere Übersetzung für den Buchstaben A ist Anspruchsvoll (oder auch Attraktiv). Das Ziel soll eine (positive) Herausforderung bieten!

  • R für Realistisch
    Ziele sollen fordernd sein, doch gleichzeitig müssen sie realistisch bleiben. 
    Nicht realistisch ist es, wenn du nach einer durchgefeierten Nacht sagst "Ich trinke nie wieder Alkohol!". "Ich trinke unter der Woche keinen Alkohol mehr" kommt der Realität schon viel näher.

  • T für Terminiert
    Wenn du nicht weißt, bis wann du ein Projekt abschließen sollst, kannst du die Aufgabe nicht deinem Standard entsprechend abschließen. Es kann in zwei Extreme laufen: Entweder, du schiebst das Projekt immer weiter nach hinten oder du machst es im Schnelldurchlauf. Beides ist nicht im Sinne des SMART-Prinzips! Eine klare Deadline ist ein Muss.
    "Dieses Jahr lerne ich, wie man Makros programmiert." ist übrigens nicht terminiert; genauer wird es mit "Bis zum 20. Dezember kann ich Makros programmieren.".

 

Wie du an den Beispielen siehst, kann die SMART-Methode auf jeden Lebensbereich angewendet werden.

Vor- und Nachteile der SMART-Methode

Die Vorteile der SMART-Methode liegen auf der Hand: Jeder Mitarbeiter weiß genau, wo die Reise hingeht. Er weiß, wann er welche Aufgabe wie zu erledigen hat und ist damit einverstanden. Das fördert die Leistungsbereitschaft und erhöht die Motivation, was wiederrum zu einer (größeren) Identifikation mit dem Unternehmen führen kann. Zudem winkt oft beim erfolgreichen Abschluss bzw. Erreichen der Ziele eine Prämie, was ein zusätzlicher Schub der Einsatzbereitschaft darstellt.

 

Gibt es Nachteile der SMART-Methode? Meiner Meinung nach Ja. Das Prinzip stützt sich auf Zahlen und Fakten, die soziale Komponente bleibt außen vor. Das ist gerade bei Teamarbeiten ein großes Problem. Außerdem sieht die Praxis immer anders aus als die Theorie. Die SMART-Methode ist da keine Ausnahme.

SMART im Sekretariat?

Ob SMART für dich im Sekretariatsalltag funktionieren kann, musst du selbst ausprobieren. Ich finde den Ansatz gut und konnte damit schon gute Erfolge erzielen (zumindest im privaten Bereich). 

Arbeitest du mit der SMART-Methode? Hilft sie dir, deine Ziele (schneller) zu erreichen?

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn mit deinen Freunden:

-- Werbung --

Mehr interessante Artikel

Kommentar schreiben

Kommentare: 0