Smarte Ziele mit der SMART-Methode

Ihr seid völlig planlos und arbeitet eure Aufgaben einfach so ab, wie es euch gerade gefällt? Nicht gut! Denn das ist nicht nur ineffizient, sondern führt auch dazu, dass ihr manche Aufgaben im Schnelldurchgang erledigen müsst. Abhilfe schafft die SMART-Methode: Wofür SMART steht, was es konkret bedeutet und welche Vor- und Nachteile diese Technik hat, zeige ich euch in diesem Artikel.

Ganz schön SMART

Die SMART-Methode wird meistens im Projektmanagement angewendet, kommt aber genauso oft bei Mitarbeitergesprächen zum Einsatz (gerade, wenn es um Zielvereinbarungen geht). SMART - Englisch für klug, intelligent - ist eine Abkürzung und steht für folgende Begriffe:

  • S = Specific
  • M = Measurable
  • A = Acceptable
  • R = Reasonable
  • T = Timeframed

Dazu sei aber gesagt, dass jeder Buchstabe auch andere Wörter bilden kann. So steht A nicht nur für Acceptable, sondern beispielsweise auch für Agreed und Ambitious. 

Dasselbe gilt für die deutsche Übersetzung; auch hier sind mehrere Begriffe möglich. Das sind die Geläufigsten: 

  • S = Spezifisch
  • M = Messbar
  • A = Akzeptabel
  • R = Realistisch
  • T = Terminiert

Damit ein Ziel "smart" wird, muss jedes dieser fünf Kriterien erfüllt sein. Doch was bedeuten die Begriffe nun genau? 

SMART im Detail

S für Spezifisch

Um Ziele zu erreichen, müssen sie spezifisch sein. Das heißt, eine eindeutige Formulierung ohne Interpretationsspielraum ist Pflicht!

Unspezifisch: "Ich will meine Aufgaben erledigen."

Spezifisch: "Ich will die Unternehmenspräsentation aktualisieren."

M für Messbar

Ein Ziel muss messbar und kontrollierbar sein, was nur mit klaren Kriterien geschehen kann.

Nicht (direkt) messbar: "Ich will abnehmen."

Messbar: "Ich will 5 kg abnehmen."

A für Akzeptabel

Strengt ihr euch für Ziele an, von denen ihr genau wisst, dass sie euch über- oder unterfordern? Wahrscheinlich nicht. Deswegen müssen Ziele für euch als Mitarbeiter stets akzeptabel sein. Übrigens: Eine weitere Übersetzung für den Buchstaben A wäre Anspruchsvoll (oder auch Attraktiv); das Ziel soll eine (positive) Herausforderung bieten.

Nicht akzeptabel/anspruchsvoll/attraktiv: "Ich putze jeden Tag die Wohnung."

Akzeptabel/anspruchsvoll/attraktiv: "Ich putze einmal die Woche die Wohnung."

R für Realistisch

Ziele sollen zwar fordernd sein, aber gleichzeitig müssen sie realistisch bleiben. Denkt an eure eigene Belastungsgrenze!

Nicht realistisch: "Ich trinke nie wieder Alkohol."

Realistisch: "Ich trinke unter der Woche keinen Alkohol mehr."

T für Terminiert

Wenn ihr nicht wisst, bis wann ihr ein Projekt abschließen sollt, könnt ihr die Aufgabe nicht eurem Standard entsprechend abschließen. Es kann in zwei Extreme laufen: Entweder, ihr schiebt das Projekt immer weiter nach hinten oder ihr macht es im Schnelldurchlauf - beides ist nicht im Sinne vom SMART-Prinzip! Ein klares Enddatum ist ein Muss.

Nicht terminiert: "Dieses Jahr lerne ich, wie man Makros programmiert."

Terminiert: "Bis 20.12.2016 kann ich Makros programmieren."

Ein gut formuliertes SMART-Ziel ist beispielsweise: "Den Umsatz bis 31.12.2016 um 10 % steigern."


Wie ihr an den Beispielen seht, kann die SMART-Methode auf jeden Lebensbereich angewendet werden.

Vor- und Nachteile

Die Vorteile der SMART-Methode liegen eigentlich auf der Hand: Jeder Mitarbeiter weiß genau, wo die Reise hingeht - er weiß, bis wann er welche Aufgabe wie zu erledigen hat und ist damit einverstanden. Das fördert die Leistungsbereitschaft und erhöht die Motivation, was wiederrum zu einer (größeren) Identifikation mit dem Unternehmen führen kann. Zudem winkt oft beim erfolgreichen Abschluss bzw. Erreichen der Ziele eine Prämie, was nochmal ein zusätzlicher Schub der Einsatzbereitschaft darstellt.

 

Gibt es Nachteile der SMART-Methode? Meiner Meinung nach Ja. Das Prinzip stützt sich auf Zahlen und Fakten, die soziale Komponente bleibt außen vor. Das ist gerade bei Teamarbeiten ein großes Problem. Außerdem sieht die Praxis immer anders aus als die Theorie; auch die SMART-Methode ist da keine Ausnahme.  

SMART - auch für euch?

Ob SMART für euch im Berufsalltag funktionieren kann, müsst ihr selbst ausprobieren. Ich finde den Ansatz sehr gut und konnte damit (zumindest im privaten Bereich) schon gute Erfolge erzielen.

Arbeitet ihr mit der SMART-Methode? 

Die Artikelserie

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