Stress einfach wegatmen

Stress wegatmen
Bild von Pixabay; Fotograf: Alex_Koch

Stress im Job, Stress daheim, die Wochenenden verplant: Wann bleibt da Zeit zum Entspannen? Und wenn wir doch mal Zeit haben: Können wir uns überhaupt noch entspannen? Das können wir durch unsere Atmung herausfinden. Wie das geht, wie wir wieder richtig atmen und welche positive Auswirkungen das auf unseren Körper in Stresssituationen hat, lest ihr heute. 

Sind wir gestresst? Der Atmungstest zeigt's

In der Regel atmen wir pro Minute 16 Mal ein und aus. Das ist unser "Normalzustand" (oder sollte es zumindest sein). Wenn wir sporteln*, wird unsere Atmung natürlich schneller und flacher. Auch wenn wir aufgeregt oder gestresst sind, atmen wir zu schnell und flach. Diese Atmung stresst wiederrum den Körper. Um aus diesem Teufelskreis herauszukommen, hilft nur eins: Sich seiner Atmung bewusst werden, einen Moment der Ruhe gönnen und zur Entspannung wieder langsam und tief atmen.

Wie atmen wir denn "richtig"?

Als Kind atmen wir automatisch "richtig" - es ist uns in die Wiege gelegt. Aber umso älter wir werden, desto mehr verlernen wir diese natürliche Atemtechnik.

 

"Richtig" bedeutet: Tief in den Bauch atmen ohne die Schultern hochzuziehen (der Bauch wird mit Luft gefüllt, er wölbt sich also nach außen), langsam ausatmen (die Bauchdecke senkt sich wieder), kurze Atempause.

 

Wenn euch das schwer fällt, könnt ihr das trainieren. Am besten in einer entspannten Situation, z. B. in eurer Mittagspause oder abends auf der Couch. Es dauert nur ein paar Minuten! Wenn ihr könnt, legt euch in einer bequemen Haltung auf eine Gymnastikmatte* oder eine weiche Decke*. Im Sitzen übt es sich aber genauso gut!

 

Die bekannteste Übung ist wohl die Wechselatmung: Dazu haltet ihr zuerst euer rechtes Nasenloch mit dem rechten Daumen zu und atmet langsam durch das linke Nasenloch ein und wieder aus. In der Atempause wechselt ihr das Nasenloch. Macht das so lange, wie ihr Lust (und Zeit) dazu habt!

 

Einer andere bekannte Übung ist die Bauchatmung. Diese Übung führt ihr am besten im Sitzen durch, dann fällt es am Anfang leichter. Legt eure Hände im Angela-Merkel-Stil auf den Bauch (also so, dass eure Hände ein Dreieck um den Bauchnabel herum bilden). Atmet tief in euren Bauch und spürt, wie sich euer Körper dabei hebt. Dann lasst ihr die Luft langsam wieder ausströmen. Wie fühlt sich diese bewusste Atmung für euch an? 

Wie sich richtiges Atmen positiv auf unseren Körper auswirkt

Wir können unsere Atmung ganz bewusst steuern. Langsames und bewusstes Atmen wirkt entspannend und lässt uns ruhig werden, eine schnelle Atmung lässt uns hektisch werden. Wir können sogar gezielt einen Muskel oder eine Körperregion ansteuern und z. B. in den unteren Rücken atmen. Ich mache das gerne, um den Rücken durch die Atmung zu dehnen und so zu entspannen. Wer seine Gedanken ordnen will, konzentriert sich voll und ganz auf seinen Atem. Ihr werdet schnell merken, wie dadurch der Geist zur Ruhe kommt und ihr neue Kraft aus diesem Moment der Ruhe schöpfen könnt. Das hilft uns vor allem in stressigen Situationen!

Wie steht's mit eurer Atmung? Ist sie auch zu flach und zu schnell? Was tut ihr dagegen? 

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