5 Vorurteile gegenüber Sekretärinnen, die sich hartnäckig halten

Bestimmt ist es dir auch schon passiert: Du lernst auf einem Event neue Leute kennen, stellst dich vor und erwähnst, dass du als Sekretärin arbeitest. Als Reaktion bekommst du nicht, "Wow, das ist ein vielseitiger und anspruchsvoller Job!", sondern ein "Aha, also keine Ausbildung gemacht und zum Kaffee kochen eingestellt.". Das ist haarsträubender Quatsch - und deswegen beseitige ich in diesem Artikel die fünf "dümmsten" Vorurteile gegenüber Sekretärinnen!

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Vorurteil #1: Sekretärinnen werden aufgrund ihres Aussehens und nicht aufgrund ihres Könnens eingestellt

Natürlich ist es von Vorteil, wenn die erste Person, auf die ein Kunde oder Geschäftspartner stößt, nicht wie Quasimodo aussieht. Doch wäre das Aussehen ein entscheidender Faktor, ob du eingestellt wirst oder nicht, würde ich schnellstens das Weite suchen; das ist alles andere als seriös! Ausschlaggebend (in jedem Beruf) sollten die Kompetenzen und das Entwicklungspotential eines Mitarbeiters sein, und nicht ob dieser blonde Haare und eine gute Figur hat! 

Vorurteil #2: Sekretärinnen haben vor allem eine Aufgabe - Kaffee kochen

Okay: Es stimmt zwar, dass Kaffee kochen zum Aufgabengebiet einer Sekretärin gehört. Doch das ist absolut nicht die "Hauptaufgabe" (zumal es genügend Chefs gibt, die sich ihren Kaffee selbst kochen). Das Aufgabenspektrum einer Sekretärin ist so vielseitig, dass es sich einige überhaupt nicht vorstellen können: Terminorganisation, Reiseplanung, buchhalterische Tätigkeiten, Eventmanagement, Verwaltung des Fuhrparks, Besprechungsvor- und -nachbereitung, Projektarbeit, und und und! Das können Sachbearbeiter nicht gerade von sich behaupten ...

Vorurteil #3: Sekretärinnen sind dazu da, Geburtstagskarten und -geschenke zu organisieren sowie Salate und Kuchen für sämtliche interne Veranstaltungen zu machen

Es ist ein wirklich "lustiges" Phänomen: Männer denken von Natur aus, dass Frauen liebend gerne Geschenke für Kollegen aussuchen und verpacken, Salate fürs Sommerfest machen und zu jeder passenden Gelegenheit einen Kuchen backen. Falsch gedacht!! Ich denke, ich spreche hier nicht nur für mich persönlich, sondern für den gesamten Berufszweig der Sekretärinnen: Wir HASSEN es, bei jedem Geburtstag Geschenke in unserer Mittagspause zu besorgen und einen Kuchen in unserer eh schon knappen Freizeit zu backen! Denn im Gegensatz zu unseren meisten männlichen Kollegen wartet auf uns zuhause kein aufgeräumtes Haus und ein leckeres 3-Gänge-Menü mit einem liebenden Partner, der bereits mit den Kindern die Hausaufgaben erledigt hat. Wie wäre es also, wenn zur Abwechslung mal die anderen ihre Freizeit für die Kollegen opfern?

Vorurteil #4: Sekretärinnen brauchen keine Ausbildung

Tatsächlich sind viele Sekretärinnen Quereinsteigerinnen und kommen ursprünglich aus anderen Berufen. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Sekretärin per se keine "spezielle" Ausbildung braucht. Eine kaufmännische Ausbildung ist unerlässlich! Eine beliebte Ausbildung, nach denen viele eine Karriere als Sekretärin einschlagen, ist die zur Fremdsprachenkorrespondentin. Weiterbildungen, die spezifische Kenntnisse vermitteln, lege ich dir ebenfalls ans Herz (z. B. IHK-geprüfte (internationale) Managementsassistentin). 

Vorurteil #5: Sekretärinnen tratschen den ganzen Tag

Bereits bei Vorurteil #2 habe ich es angedeutet: Eine Sekretärin hat ein sehr großes Aufgabenspektrum. Aufgrund dessen arbeitet eine Sekretärin überdurchschnittlich viel, vergleichbar mit den Arbeitszeiten des Vorgesetzten. Daneben bildet sie sich stetig weiter, da gerade in diesem Beruf aktuelles Wissen gefragt ist. Viele Sekretärinnen haben Kinder, pflegebedürftige Eltern oder einen Haushalt, der Aufmerksamkeit verlangt. Alles in allem kann man also sagen: Eine Sekretärin ist ziemlich ausgelastet, was bei manchen sogar an Überlastung grenzt. Wann sie also noch Zeit zum Tratschen haben? 

Mit welchem Vorurteil wurdest du schon konfrontiert? Wie hast du darauf reagiert?

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